kitchenstories

Apr 08, 2015
wordpressadmin

eine kleine, feine Vorher-Nachher-Story für alle, die die Magie der Verwandlung lieben und gerne Ergebnisse sehen!

Die Ausgangslage

Wie schon aus ehemaligen Blogeinträgen bekannt ( Ein kleiner Griff mit großer Wirkung oder die eierlegende (Küchen)-Wollmilch-Sau ), befindet sich in meiner kleinen, feinen Wohnung nur eine Küchenzeile mit Spüle und – mittlerweile – eine extra Induktionsherdplatte sowie ein Minibackofen.

kueche_vorherMag das auf den ersten Blick sehr bescheiden wirken, so ist es doch völlig ausreichend, um für eine Person und auch für mehrere Gäste zu kochen. Großartige Backprojekte oder bestimmte Ofengerichte werden dann einfach bei Besuchen daheim am Land oder bei Freunden realisiert.

Wirklich störend war jedoch der Zustand des Kühlschrank, der schon einige Jahre auf dem Buckel hatte und somit auch ein wahrer Stromfresser war. Nicht genug, dass sich die Therme im Wohn/Schlafraum befindet ( und die laut auch nicht gerade das leiseste Modell ist ), fuhr der Kühlschrank bis zu drei Mal pro Stunde hoch. Für jeweils bis zu 10 Minuten rüttelte und krachte es – ein wahrer Hochgenuss, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche! Die Krönung war jedoch sicherlich die profimäßige Konstruktion der Arbeitsplatte, für deren Befestigung einfach der Kühlschrank angebohrt (!) worden war!! Weitere Mängel waren der vorhandene Latexanstrich, der wahrscheinlich ebenso alt war wie der Kühlschrank sowie das Silikon an der Spüle, das schon dichtere Zeiten gesehen hatte. Die Lampe, die unter den Oberkästen montiert war, mochte in manchen Retroshops noch einen guten Preis erzielen, als Arbeitsleuchte war sie hingegen völlig ungeeignet. 

Nach einigem Hin und Her war mein Vermieter dankenswerter Weise bereit den Kühlschrank ( Baujahr 1999, ich hatte inzwischen bei der Firma nachgefragt ) gegen ein neueres Modell auszutauschen. Im Zuge dieses Wechsels musste dann auch die Arbeitsplatte erneuert werden. Ebenfalls sollte eine Platte als Spritzschutz an der Rückwand eingebaut und das Silikon neu aufgetragen werden. Bezüglich der zu erledigenden Arbeiten musste ich mit meinem Vermieter um jeden Handgriff feilschen bzw. das zu verwendende Material diskutieren. Es ist mir vollkommen klar, dass optische Feinheiten nicht in seinen Aufgabenbereich fallen, doch kann ich nicht einen Teil neu machen und den anderen dabei unter den Tisch fallen lassen! Wenn die Mieten im Laufe der Jahre ständig ansteigen, dann sollte doch auch von Zeit zu Zeit der Mietgegenstand einer kleinen “Standardanpassung” unterzogen werden! Durch einen Tipp vom “magic handyman” bestellte ich dann eine LED-Unterbauleuchte, um die gesamte Arbeitsfläche in ein angenehmes warmweißes Licht zu tauchen.

kueche_4 (vorher: die billige Arbeitsplatte und der Niveauunterschied bei Kühlschrank und Spüle)

kueche_1 (vorher: “professionelle” Befestigung der Arbeitsplatte mittels Festbohren am Kühlschrank)

kueche_2 (vorher: der alte Anstrich, der dringend erneuert gehört )

Die Verwandlung

kueche_6Als ersten Schritt, bevor der Handwerker des Vermieters seine Arbeit aufnehmen würde, montierte ich die alte Arbeitsplatte ab und begann, den Untergrund für das Streichen vorzubereiten. Um ein einheitliches Ganzes zu schaffen, musste ich wohl selber zum Pinsel greifen – dieses Mal hoffentlich mit einem besseren Ergebnis, denn wir erinnern uns: Das Glück beginnt zu bröckeln… Bei alten Latexanstrichen kommt es darauf an, ob die Farbe eine echte Latexfarbe ist (wohl kaum, wenn nach 1970 gestrichen wurde) oder eine abwaschbare Dispersionsfarbe, mittlerweile ebenfalls der Einfachheit halber, Latexfarbe genannt. Nach unterschiedlichen Meinungen von Profis im Bauhaus und dem Internet, wie man mit diesem alten Anstrich verfahren sollte, fand ich für mich folgende Agenda: Oberfläche mit Schleifschwamm leicht anrauen, Sperrgrund darüber streichen und mit gut deckender Dispersionsfarbe schließen. Der letzte Anstrich wurde zwei Mal aufgetragen, so schien auch wirklich nichts mehr vom alten Anstrich durch.

kueche_7 (mittendrin: durch das Aufrauen kann die Farbe gut einziehen)

kueche_5

Der neue Kühlschrank war sehr schnell gefunden, da ein kleiner Baumarkt ums Eck ebenfalls Elektrogeräte führt. Leute, wann immer ihr könnt: kauft lokal! Die Beratung war super und das Gerät konnte gleich am nächsten Morgen geliefert werden! Der neue Kühlschrank war vom Fassungsvermögen ein wenig kleiner als der alte, passte mit seinen neuen Maßen aber perfekt zur Spüle. Durch das Entfernen der Deckplatte kommt man sogar annähernd auf die selbe Höhe des Spülschranks, so dass ein beinahe gleitender Übergang möglich ist. Das allerbeste jedoch ist der Geräuschpegel: nämlich nada!! Da das Teil über kein Lüftungsgitter an der Oberseite verfügt, musste so nicht einmal die Arbeitsplatte extra ausgeschnitten werden.

Der Handwerker des Vermieters, ein sehr freundlicher “Hobbybastler”, wie er sich selbst bezeichnete, montierte dann an einem Abend die vom Vermieter genehmigten “teuren”, weißen Platten als Arbeitsfläche und Rückwand sowie die von mir bereit gestellte neue Küchenleuchte. Die verwendeten Materialien wären nicht meine Wahl gewesen, doch in Anbetracht dessen, was ich schon in die Wohnung investiert hatte, muss hier auch einmal die Basic-Variante genügen! Das Ergebnis kann sich auf alle Fälle sehen lassen!

Das Ergebnis

Collage_Küche

kueche_8 (nachher: eine durchgängige Arbeitsplatte, die direkt an die Spüle anschließt)

kueche_11 (nachher: der weiße Anstrich sieht frisch aus und passt perfekt zu den weißen Arbeitsplatten. Bis auf Weiteres wird die beige Farbe in den Regalen noch beibehalten, eventuell wird dies im Laufe der nächsten Wochen durch eine andere Farbe ersetzt werden. Kommt ganz darauf an, wie sehr es mich freut, noch einmal den Pinsel zu zücken!)

kueche_12 (nachher: die LED-Küchenleuchte taucht den Arbeitsbereich in ein angenehmes Licht)

kueche_13 (nachher: insgesamt sieht der komplette Küchenbereich freundlicher und frischer aus, der selbst gemachte Küchenwagen fügt sich in das Gesamtbild ein.)