Die eierlegende (Küchen)-Wollmilchsau

Mrz 08, 2015
wordpressadmin

Mein erstes DIY-Projekt in der neuen Wohnung*:

Da ich über keine fertige Küchenzeile verfüge, sondern die Wohnung nur mit einer Spüle, einem Kühlschrank und einer alten Elektrokochplatte ausgestattet ist, bin ich mit dem Vermieter schließlich dahin überein gekommen, auf seine Rechnung eine neue Induktionsherdplatte und einen Minibackofen zu besorgen. Eine zusätzliche Arbeitsfläche soll durch ein – am besten mobiles – Möbelteil geschaffen werden, das je nach Bedarf als Herd oder extra Stellfläche verwendet werden kann - die eierlegende (Küchen)-Wollmilchsau sozusagen!

Bei der letzten Landpartie stieß ich dann im Keller meines Elternhauses auf unseren ersten Computertisch. Ein hölzernes Relikt auf Rollen aus den späten 90er Jahren, das in der Zwischenzeit eine neue Verwendung als Abstellplatz für Leergut und Krimskrams gefunden hatte. Von den Maßen her passte er perfekt, auch die Holzoptik stimmte ziemlich gut mit der in meiner Wohnung vorhandenen überein. Eine Autofahrt und 125 Stufen später stand er, aus dem Dornröschenschlaf erwacht, an seinem neuen Bestimmungsort:

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Da er ursprünglich noch zwei ausklappbare Seitenplatten montiert gehabt hatte, mussten als erstes die Bohrlöcher mit einem Holzkit verspachtelt werden.

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Der erste Streichdurchgang verlief problemlos, allerdings war es zum Teil eine Fitzel-Arbeit, ganz genau entlang der Ecken und Kanten zu streichen. Ich wollte nicht den ganzen Wagen in Weiß lackieren, die Holme und Arbeitsplatten sollten ihren Naturton behalten.

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Es folgten noch ein zweiter Anstrich sowie ein dritter auf der großen Fläche der Blende an der Vorderseite. Nun war wirklich keine Maserung mehr zu sehen – eine Meisterleistung für eine Streichdilettantin wie ich es bin! Auf die Arbeitsflächen und die Holme habe ich dann noch eine Schicht Klarlack aufgetragen, damit später keine unschönen Wasserflecken entstehen können.

Den finalen Kick gaben dann die Griffe vom Schweden, die der “magic handyman” (meine zauberhafte helfende Hand aus der Nachbarschaft) dann für mich montierte. Sie dienen nun der leichteren Handhabung wenn der Wagen im Raum hin und her gerollt werden soll. Gleichzeitig habe ich so eine zusätzliche Möglichkeit geschaffen um meine Geschirrtücher aufzuhängen.

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Wenn ich koche, dann hole ich die Doppelinduktionsfeld-Platte aus der ersten Ablage hervor und positioniere sie auf der Arbeitsfläche – der Tastaturauszug dient dann als extra Abstellfläche, zumal die Platte den gesamten Platz ausfüllt. Nach dem Kochen wird die Platte einfach wieder weggeräumt und der Wagen kann zur Seite gerollt werden.

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Jetzt braucht es nur noch wärmer zu werden, dann wird der Wagen nämlich ganz einfach auf den Balkon geschoben – und die Freiluftküche ist geöffnet!

*: kleine Anmerkung für den kritischen Leser aka “the magic handyman”:  selbstverständlich mein erstes ernst zu nehmendes DIY-Projekt – die Kresse war nur Testphase!